
Das wäre militärisch ein größeres Problem als der angekündigte Teilabzug von US-Truppen, sagte sie im Deutschlandfunk. Möller befürchtet eine deutliche Kluft für die europäische Verteidigung. Die Tomahawk-Raketen seien als Übergangslösung gedacht gewesen, bis Europa ein eigenes System entwickelt habe. Sollte es hier eine Lücke geben, würde man diese wohl erst Anfang der 30er-Jahre schließen können. Ähnlich hatte sich der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter geäußert. Die USA stünden nicht mehr verlässlich zur militärischen Abschreckung in Europa, meinte er. Kiesewetter forderte, gemeinsam mit der Ukraine Raketen zu entwickeln.
Berichten zufolge wurden die Pläne, das zuständige Bataillon für die Stationierung von "Tomahawk"-Marschflugkörpern nach Deutschland zu entsenden, gestoppt. Die genauen Gründe sind unklar. Bundeskanzler Merz hatte auf einen Mangel an Tomahawks in den USA verwiesen, unter anderem wegen des Irankriegs.
Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
