Erbschaftssteuer
SPD will Lebensfreibetrag für private Erbschaften und höhere Steuern auf Unternehmens-Erbschaften

Die SPD hat Details zu ihren Plänen für die Erbschaftssteuer bekannt gegeben.

    Wer erbt, muss eine Erbschaftssteuererklärung beim Finanzamt einreichen.
    SPD gibt Details zu ihren Plänen für die Erbschaftssteuer bekannt. (imago/Christian Ohde)
    Die für Finanzen und Haushalt verantwortliche Fraktionsvize Esdar erklärte, man wolle private Erbschaften innerhalb der Familie mit einem Lebensfreibetrag steuerfrei vererbbar machen. Bisher können Freibeträge alle zehn Jahre in Anspruch genommen werden. Der sogenannte Lebensfreibetrag würde all jene Erbschaften kumuliert erfassen, die ein Mensch in seinem Leben erhält. Über die Höhe äußerte sich Esdar nicht. Zudem will die SPD Unternehmens-Erbschaften höher besteuern. Diese würden derzeit oft komplett steuerfrei übertragen. Dies führe dazu, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer werde, meinte die Finanzpolitikerin. SPD-Fraktionschef Miersch sagte der Rheinischen Post, reiche Erben müssten sich stärker am Gemeinwohl orientieren. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit.
    Die CSU lehnte die Pläne der SPD ab. Dabei handle es sich um eine leistungsfeindliche Steuerreform, sagte Landesgruppenchef Hoffmann bei der Klausur im Kloster Seeon.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.