Erbschaftssteuer
SPD will Lebensfreibetrag von rund einer Million Euro für private Erbschaften und höhere Steuern auf Unternehmens-Erbschaften

Die SPD konkretisiert ihre Pläne für eine Reform der Erbschaftssteuer. Laut einem Konzeptpapier, das mehreren Medien vorliegt, soll es künftig einen sogenannten Lebensfreibetrag von rund einer Million Euro geben. Dieser Betrag soll für alle Erbschaften gelten, die ein Mensch in seinem Leben erhält.

    Wer erbt, muss eine Erbschaftssteuererklärung beim Finanzamt einreichen.
    SPD gibt Details zu ihren Plänen für die Erbschaftssteuer bekannt. (imago/Christian Ohde)
    Bisher können niedrigere Freibeträge alle zehn Jahre in Anspruch genommen werden. Laut den Plänen der Sozialdemokraten soll sich der steuerliche Lebensfreibetrag zusammensetzen aus 900.000 Euro für Erbschaften aus der Familie und 100.000 Euro von nicht oder entfernt verwandten Personen.
    Zudem will die SPD größere Unternehmens-Erbschaften höher besteuern. Die Sozialdemokraten wollen hierfür einen Freibetrag in Höhe von fünf Millionen Euro schaffen. Dadurch könnten die meisten Familienbetriebe auch weiterhin steuerfrei an die nächste Generation weitergegeben werden, während höhere Unternehmenswerte gerechter besteuert würden, heißt es in dem Entwurf.
    Die Koalitionspartner CDU und CSU äußerten sich bislang kritisch zu Vorschlägen der Sozialdemokraten für eine Reform der Erbschaftssteuer.
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.