Tierwelt
Spinne katapultiert Ameisen in ihr Netz

Eine australische Spinnenart hat eine besondere Methode entwickelt, um Beute zu fangen. Sie spannt vom Hauptnetz aus mehrere gebündelte Fäden, an deren Enden sie eine Art Falle für eine bestimmte Ameisenart installiert: die Weberameise. Wenn diese hineintappt, wird sie über die gespannten Spinnfäden direkt in die Mitte des Netzes katapultiert - wo die Spinne schon auf ihre Beute wartet.

    Eine australische Ballista-Spinne beim Bau einer Falle. Sie spannt mehrere Fäden aus, an denen sich Ameisen festbeißen. Daraufhin werden sie in das zentrale Spinnennetz katapultiert.
    Eine australische Ballista-Spinne beim Bau einer Falle. Sie spannt mehrere Fäden aus, an denen sich Ameisen festbeißen. Daraufhin werden sie in das zentrale Spinnennetz katapultiert. (Pranav Joshi / Ajay Narendra / dpa )
    Dabei nutzt die Spinne wohl aus, dass die Weberameisen eher aggressiv sind: Denn wahrscheinlich reagieren sie auf bestimmte Duftstoffe in der Spinnen-Falle, beißen hinein und heben drohend den Hinterleib - und lösen so das Katapult aus. Das Studienteam schreibt im Fachmagazin Current Biology, dass sich die Spinnen-Art anscheinend nur auf diese eine Ameisenart als Beute spezialisiert hat.
    Einen offiziellen Namen hat die neue Art noch nicht, aber die Forschenden haben ihr den Spitznamen "Ballista-Spinne" gegeben - nach einem Katapult aus der römischen Antike.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.