
Die Millionenversprechen dürften sich nicht einlösen lassen, sagte die Bundesverbandsgeschäftsführerin Wiesgen-Pick. Zu berücksichtigen seien Absatzrückgänge durch steigende Preise, Ausweichreaktionen auf andere alkoholische Getränke sowie Effekte auf Umsatz-, Gewerbesteuer und Beschäftigung. Wiesgen-Pick führte aus, wer eine Steuererhöhung als Beitrag zur Haushaltsstabilisierung begründet, sollte auch darlegen, dass die erwarteten Mehreinnahmen unter realistischen Marktbedingungen tatsächlich entstehen.
Das Bundeskabinett hatte gestern den Haushaltsentwurf auf den Weg gebracht. Darin enthalten ist zum 1. Januar kommenden Jahres eine Steuererhöhung um 20 Prozent auf Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn. Auch Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops sollen stärker besteuert werden. Bier und Wein sind nicht betroffen. Die Bundesregierung erwartet Mehreinnahmen von 455 Millionen Euro jährlich.
Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
