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Sponsorenstreit im dänischen Fußball "Ein fundamentaler Konflikt"

Streit auf dem Trikot: Die dänischen Nationalspieler wollen in ihrem neuen Team-Sponsorenvertrag die Möglichkeit eingeräumt bekommen, ihre Verträge im Kollektiv mit der Nationalmannschaft auszuhandeln. Jonas Baer-Hoffmann von der Spielergewerkschaft FIFPro sagte im Dlf, dass eine Lösung in Sicht sei.

Jonas Baer-Hoffmann im Gespräch mit Astrid Rawohl | 08.09.2018

Spieler der dänischen Fußballnationalmannschaft nach dem Aus bei der Weltmeisterschaft gegen Kroatien.
Die dänische Fußball-Nationalmannschaft hat einen ersten Erfolg im Streit um die Verteilung der Sponsorengelder gefeiert. (Imago / Stanislav Krasilikov)
Die dänischen Fußballspieler hätten aktuell persönliche Sponsorenverträge, die laufen. Es ginge in dem Streit darum, dass sie einen Kollektivvertrag mit der Nationalmannschaft aushandeln wollten, wobei der dänische Fußballverband hingegen eher auf persönliche Einigungen mit den Spieler hinaus wollte, sagte Jonas Baer-Hoffmann von der Spielergewerkschaft FIFPro im Dlf.
Lösung in Sicht
Zum aktuellen Status des Disputs erkärte Baer-Hoffmann: "Wir stehen im engen Kontakt zu den Kollegen. Das sieht jetzt so aus, dass der bisherige Vertrag bis Ende September verlängert wurde, so dass erstmal die Rahmenbedingungen gesetzt sind, dass das nächste Spiel stattfinden kann und die Parteien auch die nötige Zeit haben, die restlichen Fragen auszuarbeiten." Baer-Hoffmann fügte hinzu, dass sich die beiden Parteien allerdings schon in vielen Punkten geeinigt hätten, so dass es wohl keinen neue Eskalation geben sollte und eine Kompromisslösung zu erwarten sei.
Präzendenzfall für Solidarität
Die Lösung des Konflikts sei auch für andere Sportler richtungsweisend, denn: "Für uns ist das schon sehr präzedenzhaftig, was da gerade passiert, weil die Spieler auch einfach eine enorme Solidarität gezeigt haben für Grundsatzfragen, die unserer Meinung nach sehr wichtig sind." Durch diesen Präzedenzfall könnten Fragen, die die Versicherung und die langfristige Betreuung auch von vielen anderen Sportlern angingen, in Zukunft besser geklärt werden.
Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.