WM-Bilanz
Sportphilosoph Gebauer: Fußball-Weltmeisterschaft hat Vertrauenskrise ausgelöst

Für Spanien war die WM ein Erfolg – für den Fußball insgesamt aber nicht, kritisiert Philosoph Gunter Gebauer. Er spricht von einer Vertrauenskrise.

    Präsident Donald Trump hält den goldenen FIFA World Cup Pokal während eines Treffen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino im Oval Office des Weißen Hauses in Washington am 22.8.2025.
    Politik und Fußball: Präsident Donald Trump mit dem FIFA World Cup Pokal während eines Treffen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino (picture alliance / AP Photo / Jacquelyn Martin / Jacquelyn Martin)
    Die versuchte Einflussnahme des US-Präsidenten Trump auf sportliche Entscheidungen habe Misstrauen geschürt - auch gegenüber Auslosungen im Fußball, gegenüber Zuordnungen von Schiedsrichtern oder Regelauslegungen, sagte Gebauer im Deutschlandfunk.
    Auch sei das Turnier mit erstmals 48 Teilnehmern für Spieler, Fans und Berichterstatter eine Belastung gewesen, die in vier Jahren noch größer ausfallen werde. Dass die nächste WM auf gleich drei Kontinenten ausgetragen werde, bedeute für die Umwelt noch größere Schäden sowie für Länder und Fans noch größere Kosten, führte Gebauer aus. Vielen werde es kaum möglich sein, das Sportereignis vor Ort mitzuverfolgen.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.