Autoindustrie
Sportwagenbauer Porsche meldet fast 93 Prozent Gewinneinbruch

Porsche meldet einen heftigen Gewinneinbruch. Wie der Sportwagenhersteller mitteilte, lag das operative Ergebnis einschließlich Finanzdienstleistungen 2025 bei 410 Millionen Euro. Das ist im Jahresvergleich ein Rückgang von fast 93 Prozent.

    Ein Mitarbeiter bringt den Porsche-Schriftzug am Heck eines Fahrzeugs an.
    Ein Mitarbeiter bringt den Porsche-Schriftzug am Heck eines Fahrzeugs an. (Marijan Mura dpa)
    Gründe sind den Angaben zufolge der Einbruch des China-Geschäfts, die US-Zölle und der Strategieschwenk bei der Elektromobilität. Denn die Elektro-Modelle des Unternehmens hatten deutlich weniger Anklang als erwartet gefunden. Ex-Porsche-Chef Blume krempelte deswegen noch vor seinem Abgang die Strategie um: Mehr Verbrenner im Angebot sollen dem Unternehmen wieder Schub geben. Allerdings kostet das erst einmal viel Geld.
    Insgesamt erwartet Porsche für das laufende Jahr zwar wieder etwas bessere Geschäfte. Das Management um den neuen Unternehmenschef Leiters rechnet aber weiterhin mit "sehr herausfordernden Marktbedingungen" - unter anderem in China, wo das Luxussegment weiter unter Druck steht. Außerdem erwarte man, dass die geopolitischen Unsicherheiten sowie die Zollpolitik der USA bestehen bleiben.

    Gewinn bei Volkswagen 2025 um knapp die Hälfte eingebrochen - Tausenden Stellen fallen weg

    Gestern hatte bereits der Volkswagen-Konzern, zu dem Porsche gehört, einen starken Gewinneinbruch vermeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Ergebnis nach Steuern um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit. 2024 lag der Gewinn noch bei 12,4 Milliarden Euro. Bei den Verkäufen rutschte der Konzern 2025 knapp unter die Marke von neun Millionen Fahrzeugen.
    Ergänzend hieß es, bis 2030 werde Volkswagen 50.000 Stellen abbauen. Allein bei der Kernmarke VW fallen 35.000 Stellen weg. Bei den Tochterunternehmen Audi und Porsche werden bis zu 7.500 beziehungsweise rund 4.000 Arbeitsplätze gestrichen. Der Abbau soll vor allem über Altersteilzeit und Abfindungen erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.
    Diese Nachricht wurde am 11.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.