"Kein Stein auf dem anderen"
Sprecher der Syrischen Gemeinde in Deutschland sieht große Hürden für Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien

Der Sprecher der Syrischen Gemeinde in Deutschland, al-Mousllie, sieht weiterhin große Hürden für eine massenhafte Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien.

    Das Foto zeigt den Syrer Sadiqu Al-Mousllie.
    Der Sprecher der Syrischen Gemeinde, Sadiqu Al-Mousllie, sieht große Probleme für eine Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien. (dpa / picture-alliance / Stefan Jaitner)
    Al-Mousllie sagte dem Evangelischen Pressedienst, es sei unrealistisch, in den kommenden drei Jahren einen Großteil der in Deutschland lebenden Syrer zurückzuschicken. Es fehle in Syrien an ganz elementaren Voraussetzungen, damit Familien dort leben könnten. Ein Grund ist laut al-Mousllie die massive Zerstörung der Wohngebäude. Vielerorts sei kein Stein mehr auf dem anderen, und bis heute lebten 1,3 Millionen Menschen in Zelten. Auch seien gerade in ländlichen Gebieten noch keine Schulen vorhanden.
    Bundeskanzler Merz hatte gesagt, dass 80 Prozent der syrischen Flüchtlinge binnen drei Jahren zurückkehren sollten. Nach Kritik fügte er später hinzu, die Aussage gehe auf Äußerungen des syrischen Präsidenten al-Scharaa zurück. Außenminister Wadephul sagte zuletzt den Funke Medien, man wolle einer "signifikanten Zahl der Kriegsflüchtlinge" eine Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen.
    Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.