
Konkret beschlossen die Delegierten beispielsweise eine neue Initiative, um Gebiete, die für wandernde Tierarten wichtig sind, zu identifizieren, zu schützen und zu verbinden. Außerdem wurde ein Aktionsplan zum Schutz der marinen Arten vor der Küste Westafrikas verabschiedet. Er bezieht die örtlichen Gemeinschaften ein, deren Lebensgrundlage durch Überfischung bedroht ist. Die Mitgliedstaaten fordern auch, keinen Tiefseebergbau zu betreiben, solange keine ausreichenden wissenschaftlichen Informationen über die Folgen für den jeweiligen Lebensraum und die darin lebenden wandernden Arten vorliegen. Sie rufen die Internationale Meeresbodenbehörde auf, dies bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Die UNO-Behörde vergibt Lizenzen für die Erkundung und den Abbau von Bodenschätzen in internationalen Gewässern.
Zu Beginn der Mitgliedstaatenkonferenz in Samarkand war ein Bericht zur Lage der wandernden Tierarten vorgestellt worden. Demnach nimmt der Bestand bei vielen von ihnen ab, nur bei wenigen Arten hat sich der Erhaltungsstatus verbessert. Unter wandernden Arten versteht man Tiere, die regelmäßig große Strecken zurücklegen und dabei zum Teil auch Ländergrenzen überqueren. Besonders schlecht steht es dem Bericht zufolge derzeit um die Fischpopulationen. 97 der in der Konvention aufgeführten Fischarten sind demnach vom Aussterben bedroht, darunter Haie, Rochen und Störe.
Diese Nachricht wurde am 18.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.