Parlaments- und Präsidentschaftswahl
Staatsanwaltschaft durchsucht Lager mit Stimmzetteln in Peru

In Peru ist gut eine Woche nach der Präsidentschafts- und Parlamentswahl die Auszählung der Stimmen noch nicht abgeschlossen.

    Porträt der peruanischen Präsidenschaftskandidatin Keiko Fujimori, eine Frau mit glatten dunklen Haaren in weißer Bluse und dunklem Blazer
    Keiko Fujimori ist die Tochter des früheren peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori. Sie liegt bei der Präsidentschaftswahl vorn. (imago images / Agencia EFE /JOHN REYES)
    Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Lima mitteilte, wurde ein Lager durchsucht, in dem die Wahlleitung Stimmzettel aufbewahrt. Es müsse geklärt werden, ob die Behörde Pflichten verletzt habe. Am Donnerstag waren in einem Müllcontainer in der Hauptstadt Kisten mit 1.200 Stimmzetteln entdeckt worden. Generell sei die Wahl chaotisch verlaufen, erklärte der Sprecher. Beobachtern zufolge nehmen die Spannungen zu, weil noch immer unklar ist, wer in die Stichwahl kommt.
    Bisher sind rund 93 Prozent der Stimmen ausgezählt. Demnach liegt die rechtspopulistische Kandidatin Fujimori mit 17 Prozent in Führung. Im Rennen um Platz zwei liefern sich der nationalistische Kongressabgeordnete Sánchez und der ultrakonservative Ex-Bürgermeister von Lima, Aliaga, ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sie kommen auf jeweils knapp 12 Prozent. Insgesamt gab es mehr als 30 Kandidaten.
    Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.