
Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Lima mitteilte, wurde ein Lager durchsucht, in dem die Wahlleitung Stimmzettel aufbewahrt. Es müsse geklärt werden, ob die Behörde Pflichten verletzt habe. Am Donnerstag waren in einem Müllcontainer in der Hauptstadt Kisten mit 1.200 Stimmzetteln entdeckt worden. Generell sei die Wahl chaotisch verlaufen, erklärte der Sprecher. Beobachtern zufolge nehmen die Spannungen zu, weil noch immer unklar ist, wer in die Stichwahl kommt.
Bisher sind rund 93 Prozent der Stimmen ausgezählt. Demnach liegt die rechtspopulistische Kandidatin Fujimori mit 17 Prozent in Führung. Im Rennen um Platz zwei liefern sich der nationalistische Kongressabgeordnete Sánchez und der ultrakonservative Ex-Bürgermeister von Lima, Aliaga, ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sie kommen auf jeweils knapp 12 Prozent. Insgesamt gab es mehr als 30 Kandidaten.
Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
