Frankreich
Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Kandidaturverbot für Le Pen

Im Berufungsprozess gegen die französische Rechtspopulistin Le Pen wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von EU-Geldern hat die Staatsanwaltschaft gefordert, der Politikerin die Kandidatur für öffentliche Ämter für fünf Jahre zu untersagen.

    Marine Le Pen, die heutige Fraktionschefin des Rassemblement National (RN), wird von Journalisten und Kameras im Korridor der Nationalversammlung umringt. Paris, 20. Mai 2025
    In Paris hat ein Gericht die Rechtspopulistin Marine Le Pen wegen der Veruntreuung von EU-Geldern schuldig gesprochen. (picture alliance / SIPA / A. Cesar Vilette / OLA NE)
    Zudem verlangten die Vertreter der Anklage vier Jahre Haft, davon drei auf Bewährung und eins mit elektronischer Fußfessel. Le Pen habe ein System aufgebaut, das es der Partei ermöglicht habe, 1,4 Millionen Euro zu veruntreuen, hieß es. Die Politikerin hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
    Die Staatsanwaltschaft folgte der Argumentation der ersten Instanz, plädierte allerdings dafür, das Ämterverbot nicht mit sofortiger Wirkung zu verhängen.
    Dann wäre eine Kandidatur Le Pens bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr möglich.
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.