
Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, wirft die Staatsanwaltschaft dem türkischen Oppositionspolitiker 142 Straftaten vor. So soll er ein Korruptionsnetzwerk gegründet haben. Dem türkischen Staat sei dadurch ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden.
Imamoglu befindet sich seit März in Untersuchungshaft. Er gilt als wichtigster Rivale des türkischen Präsidenten Erdogan. Imamoglu hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen und als politisch motiviert bezeichnet. Im Juli war Imamoglu in einem separaten Verfahren wegen Beleidigung des Generalstaatsanwalts zu einer Haftstrafe verurteilt worden, gegen die er Berufung eingelegt hat.
Darüber hinaus beantragte die Staatsanwaltschaft das Verbot der größten Oppositionspartei CHP. Zur Begründung hieß es, die CHP sei mit illegalen Geldern finanziert worden.
Diese Nachricht wurde am 11.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
