Iran
Staatsführung droht Demonstranten

Im Iran droht das Regime seinen Bürgern mit harten Repressalien im Fall von weiteren Protesten.

    Eine Protestaktion vor einem Geschäft in der iranischen Stadt Kermānschāh.
    Auch gestern gab es wieder Proteste wie hier in der Stadt Kermānschāh. (IMAGO / Middle East Images / IMAGO / Kamran)
    Der Generalstaatsanwalt sagte im Staatsfernsehen, jeder, der an den Demonstrationen teilnehme, könne als "Feind Gottes" angesehen werden. Im Iran können sogenannte "Feinde Gottes" mit dem Tod bestraft werden.
    Trotz der Drohungen und des gewaltsamen Vorgehens der Einsatzkräfte versammelte sich gestern Abend erneut eine große Menschenmenge in der Hauptstadt Teheran. Für das Wochenende rief Reza Pahlavi, der im Exil lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs, erneut zu Demonstrationen auf. Außerdem ermutigte er auf der Plattform X Arbeiter und Angestellte von Schlüsselbranchen wie der Öl-, Gas- und Energieindustrie zu einem Streik.
    In Berlin kamen rund hundert Exil-Iraner vor dem Brandenburger Tor zu einer Solidaritätskundgebung zusammen. Mit iranischen Flaggen und Schildern demonstrierten sie für einen Regimewechsel in ihrem Heimatland. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte der Nationale Widerstandsrat Iran, in dem mehrere Oppositionsgruppen zusammengeschlossen sind.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.