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Vorwurf des Terrorismus
Staatsmedien in Belarus: Zum Tode verurteilter Deutscher begnadigt

Der Präsident von Belarus, Lukaschenko, hat laut Staatsmedien einen zum Tode verurteilten Deutschen begnadigt. Das Urteil werde nicht vollstreckt, berichtet die Nachrichtenagentur Belta unter Berufung auf das Präsidialamt in Minsk. Der 29-Jährige war im Juni unter anderem wegen Terrorismus im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes schuldig gesprochen worden.

    Der belarussische Päsident Alexander Lukaschenko steht am 12.04.2024 vor Medienvertretern und spricht in Mikrofone.
    Der Präsident von Belarus hat laut Staatsmedien den zum Tode verurteilten Deutschen begnadigt. (IMAGO / SNA / Kristina Kormilitsyna)
    Das staatliche Fernsehen in Belarus strahlte vor mehreren Tagen eine Videobotschaft des Deutschen aus, in der er sich schuldig bekannte und Machthaber Lukaschenko um Gnade bat. Es ist davon auszugehen, dass das Video unter Zwang entstand.
    Früheren belarussischen Medienberichten zufolge liefen im Hintergrund Verhandlungen mit der Bundesregierung. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte die Begnadigung und sprach von einer erleichternden Nachricht.
    Das autoritär geführte Belarus vollstreckt als letztes Land in Europa noch die Todestrafe.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.