Halle/Saale
Staatsschutz ermittelt nach Angriff bei CSD-Veranstaltung

Nach einem tätlichen Angriff auf vier Menschen beim Christopher Street Day in Halle in Sachsen-Anhalt ermittelt der Staatsschutz der Polizei.

12.09.2023
    Das Bild zeigt die Unterschenkel eines Teilnehmers mit roten Schuhen und Regenbogen-Socken.
    Symbolbild vom vergangenen CSD in Köln - zu dieser Meldung liegt uns noch kein Bildmaterial vor. (IMAGO / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Gesucht werden zwei Männer aus Afghanistan. Nach Angaben der Polizei waren möglicherweise noch weitere Personen an der Tat beteiligt. Am Samstagabend waren in Halle vier Besucher des CSD zuerst beleidigt und dann angegriffen worden. Eine 41 Jahre alte Frau wurde dabei schwer verletzt. Die übrigen drei Attackierten erlitten den Angaben zufolge leichte Verletzungen.
    Die Veranstalter des Hallenser CSD zeigten sich in einer Erklärung entsetzt über den Angriff und verurteilten ihn. Deutschlandweit gebe es in den letzten Jahren häufiger Übergriffe am Rande von Christopher-Street-Day-Paraden, hieß es. An der Feier zum Christopher-Street-Day hatten nach offiziellen Angaben rund 2.800 Menschen teilgenommen. Die Polizei erklärte, eine ausreichende Anzahl von Einsatzkräften bereitsgestellt zu haben. Dadurch hätten größere Störungen verhindert werden können, sagte ein Sprecher.
    Im August war bereits der CSD in Weißenfels mutmaßlich von Rechtsextremen gestört worden.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.