Libanon
Staatstrauer nach israelischen Angriffen mit mehr als 200 Toten - Internationale Kritik an Israel

Nach den massiven israelischen Luftangriffen auf den Libanon begeht das Land heute einen nationalen Trauertag. Alle öffentlichen Einrichtungen blieben geschlossen. Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bei den Bombardements gestern mindestens 203 Menschen getötet und mehr als eintausend verletzt.

    Blick auf beschädigte Fahrzeuge im Viertel Al Mazraa nach einem israelischen Luftangriff im Libanon.
    Mehr als 200 Tote nach israelischen Angriffen im Libanon. (picture alliance/TASS/Ankhar Kochneva)
    Als Reaktion beschoss die vom Iran unterstützte Hisbollah erneut den Norden Israels mit Raketen. Hintergrund sind unterschiedliche Standpunkte zur Waffenruhe im Irankrieg. Die USA und Israel vertreten die Ansicht, dass der Libanon davon ausgenommen sei.

    Kallas: Keine derart massive Zerstörung gerechtfertigt

    International haben die israelischen Angriffe Kritik hervorgerufen. UNO-Menschenrechtskommissar Türk erklärte, ein solches Blutbad, nur Stunden nach der Vereinbarung des Waffenstillstands, sei kaum zu fassen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas mahnte, Israels Recht auf Selbstverteidigung rechtfertige keine derart massive Zerstörung. Die britische Außenministerin Cooper forderte, der Libanon müsse in die Waffenruhe mit einbezogen werden. Ähnlich äußerte sich Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan.
    Weitere Informationen zur Lage im Nahen Osten in unserem Newsblog.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

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    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.