Leipzig
Stadtgeschichtliches Museum: Erweiterung für Völkerschlachtdenkmal

In Leipzig wird das Denkmal zur Völkerschlacht während der Befreiungskriege (1813-1815) erweitert. Die vier fast zehn Meter hohen Steinfiguren in dem kathedralhaften Kuppelbau bekommen eine Installation mit Erläuterungen zur Seite gestellt, wie das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig mitteilte.

    Zahlreiche Menschen besuchen das Völkerschlachtdenkmal mit dem zugefrorenen See der Tränen (Aufnahme mit Drohne).
    Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig soll erweitert werden. (picture alliance / dpa / Jan Woitas)
    Die neuen Installationen stehen den Angaben zufolge neben den Figuren in Form eines runden Tisches. Sie bieten den Besuchern neben der ursprünglichen Beschreibung aus der Entstehungszeit aktuelle Gedanken "von vier profilierten Persönlichkeiten aus der Leipziger Stadtgesellschaft", erklärte das Museum. So spreche ein ehemaliger Militärangehöriger zur "Tapferkeit", ein Theologe zur "Glaubensstärke", eine Intensivkrankenschwester zur "Opferfreudigkeit“ und eine mit Themen der Gleichstellung verbundene Politikerin zur "Volkskraft"-Figur. Die Kommentare sind als Videointerviewsequenzen vor Ort abrufbar.
    Die Skulpturen gehören zu insgesamt sechs Figurengruppen des Völkerschlachtdenkmals. Sie wurden von den Bildhauern Christian Behrens und Franz Metzner entworfen. Die jeweils 400 Tonnen schweren Kolosse sollten "eine erzieherische Funktion erfüllen", hieß es.
    Das monumentale Völkerschlachtdenkmal wurde 1913 fertiggestellt. Es erinnert an den entscheidenden 18. Oktober 1813 der Völkerschlacht bei Leipzig.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.