Fußball-Krawalle
Stahlknecht verlangt harte Strafen nach Fan-Ausschreitungen

Nach den Fan-Ausschreitungen am Wochenende in Magdeburg hat der Präsident des Fußballverbands Sachsen-Anhalt, Stahlknecht, ein striktes Durchgreifen gefordert. Der frühere Innenminister hält sogar Haftstrafen für denkbar.

    Holger Stahlknecht steht an einem Rednerpult und spricht. Hinter ihm ist das Wappen des Landesverbandes zu sehen.
    Holger Stahlknecht, Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (Archivbild) (picture alliance / dpa / Ronny Hartmann)
    Stahlknecht sagte dem Mitteldeutschen Rundfunk: "Man muss die Täter ermitteln und dann ist entscheidend, dass es schnelle und harte Urteile gibt." Das spreche sich herum. Das Strafrecht habe auch eine generalpräventive Wirkung. Anstelle von sechs Monaten Freiheitsstrafe zur Bewährung oder einer Geldstrafe wäre nach den Worten des Verbandspräsidentena eine kurze Gefängnisstrafe, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werde, "vielleicht auch mal angemessen".
    Zugleich sprach sich Stahlknecht gegen Geisterspiele aus - dies gehe immer zu Lasten des Sports, der von den Zuschauern und der Emotionalität lebe. "Wir haben immer einige, die sich nicht an Regeln halten und am Ende leidet dann eine gesamte Gesellschaft unter diesen Auswüchsen."
    Bei Ausschreitungen im Rahmen des Zweitliga-Spiels Magdeburg gegen Dresden waren am Samstag 64 Polizisten verletzt worden.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.