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StartseiteSport am Wochenende"Deutschland ist in einer guten Position"20.10.2019

Standard-Paartanz-WM in Leipzig"Deutschland ist in einer guten Position"

Die weltbesten Tänzer im Standard Paartanz waren zu Gast in Leipzig. Das Interesse an der Sportart sei in Deutschland immer noch groß, sagte die Präsidentin des Deutschen Tanzsportverbands, Heidi Estler, im Dlf. Olympia habe man im Blick, national wie international seien die Bestrebungen nach wie vor da.

Heidi Estler im Gespräch mit Matthias Friebe

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Deutsche Meisterschaft der Senioren 2019 im  (imago)
Tango, Slow-Fox, Quick-Stepp - bei den Profis sitzen die Tanzschritte perfekt (Symbolbild) (imago)
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Tango, Slow-Fox, Quick-Stepp, Walzer: In Leipzig haben sich 46 Paare aus aller Welt im Standard Paartanz gemessen. Und der Wettbewerb war ganz schön "sportlich" wie Heidi Estler, Präsidentin des Deutschen Tanzsportverbands, unterstrich. Denn Achtelfinale bis Finale der Weltmeisterschaft wurden an einem Abend als große Gala ausgetragen. "In diesem Rahmen, in dem die Veranstaltung stattgefunden hat, ist für die Tanz-Paare etwas ganz Besonderes", sagte Estler im Dlf.

Deutschland als guter WM-Standort 

Deutschland sei diesbezüglich in einer guten Position. Dass jährlich eine, wenn nicht sogar mehrere Weltmeisterschaften auf deutschem Boden stattfinden würden, sei eine tolle Sache. Auch die Verbände schätzten den Standort: "In Deutschland weiß man, da hat man normalerweise eine hervorragende Arbeit. Das funktioniert alles und das wissen die Verbände. Da dürfen wir stolz drauf sein", sagte Heidi Estler.

Tanz-Shows im Fernsehen helfen weiter

Das Interesse am Tanzen sei in Deutschland groß, regional gäbe es aber Unterschiede. Als Beispiel nannte sie Bremen. "Wenn dort eine Weltmeisterschaft der Formationen Latein stattfindet, dann ist die große Messehalle mit ein paar Tausend Leuten ausverkauft." Auch wenn Tanzsport ein Randsport sei, habe der Sport immer die Chance ins Fernsehen zu kommen - auch auf regionaler Ebene. "Das finden wir gut", unterstreicht Estler - was übrigens auch für TV-Sendungen wie "Let's Dance" gilt. "Es ist gut, dass es solche Sendungen gibt. Da wird nach außen gezeigt, dass dieser Sport wirklich auch Sport ist. Die gute Miene und das Lächeln suggerieren ja oft nicht die Anstrengung, die dahintersteckt", sagt Estler.

Breakdance bei Olympia

Mit Blick auf Olympia sprach die Präsidentin des Deutschen Tanzsportverbands von "Bestrebungen, die auf jeden Fall nach wie vor da sind. Sowohl auf nationaler Ebene als auch von unserem Weltverband der WDSF. Mit Breakdance sei man ja schon vorläufig olympisch geworden. Bei den Olympischen Spielen in fünf Jahren ist Breakdance offiziell im Programm. "Das ist eine ganz tolle, fantastische Sache. In gewissen Teilen ist die Sparte auch ein bisschen Neuland. Es ist eine moderne, eine junge Sportart, bei der jetzt eben auch gefordert wird, dass man Strukturen beibringt und Dinge machen muss, die diese Sportart noch nicht kennt in dieser Form. Da ist viel zu tun, aber das macht auch viel Lust auf", sagt Elster. 

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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