
Über die kommenden zehn Jahre wollen Bund und Länder dafür 20 Milliarden Euro bereitstellen. Die Förderung geht zu 60 Prozent an die Grundschulen, da sich in Bildungsstudien zunehmende Defizite beim Lesen, Schreiben und Rechnen gezeigt hatten.
Etwa jede zehnte Schule soll den Plänen zufolge eine Startchancen-Schule werden. Entscheidend sind vor allem der Anteil ärmerer Kinder und Jugendlicher sowie der Anteil an Schülern aus zugewanderten Familien. Die konkrete Auswahl treffen die Bundesländer.
Auch sozio-emotionale Kompetenz soll gefördert werden
Zudem soll in zusätzliches Personal wie Sozialarbeiter investiert werden. Die Schulen bekommen ein Budget zur freien Verwendung. Ziel ist nach Angaben des Bildungsministeriums: Bis zum Ende der Programmlaufzeit 2034 soll die Zahl der Schüler, die die Mindeststandards in Mathematik und Deutsch verfehlen, an den Startchancen-Schulen halbiert werden. Außerdem geht es um eine Förderung der sogenannten sozio-emotionalen Kompetenz, also der Fähigkeit zu angemessenem Verhalten im Umgang mit anderen Menschen und in verschiedenen Situationen.
Ministerin Stark-Watzinger sagte, der Bildungserfolg hänge noch immer von der sozialen Herkunft ab. Das wolle die Koalition ändern. Die FDP-Politikerin nannte das Bildungsprogramm das größte in der Geschichte der Bundesrepublik. Streichert-Clivot sprach von einem Meilenstein.
Diese Nachricht wurde am 04.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.