Statistisches Bundesamt
Ost-Rentner bekommen Tausende Euro weniger als im Westen

Das jährliche Einkommen von Rentnern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt im Schnitt mehrere Tausend Euro unter dem in den westdeutschen Bundesländern.

    Eine Rentnerin hält ihren Rentenbescheid in der Hand.
    Renten im Osten sind niedriger als im Westen. (dpa/Felix Kästle)
    Entsprechende Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat das Bündnis Sahra Wagenknecht erfragt. Dabei geht es um das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen. Der Wert soll den tatsächlichen Lebensstandard von Haushalten unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung vergleichbar machen, da Positionen wie eine gemeinsam getragene Miete berücksichtigt werden. Demnach erhielten im vergangenen Jahr Frauen und Männer ab 65 Jahren in Thüringen im Schnitt gut 26.000 Euro, in Sachsen und Sachsen-Anhalt etwas mehr als 25.000 Euro. In Westdeutschland waren es dagegen bis zu 4.600 Euro mehr pro Jahr.
    Rentnerhaushalte erhalten ihr Einkommen laut Statistischem Bundesamt überwiegend aus Alterseinkünften. Einnahmen aus Vermögen, aus Erwerbstätigkeit oder Transferzahlungen machen demnach nur einen geringen Teil aus.
    Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.