Archiv

Altersvorsorge
Statt Aktienrente - Wagenknecht will Bürger über Rentensystem nach österreichischem Vorbild abstimmen lassen

Die Linken-Politikerin Wagenknecht hat die geplante Aktienrente der Bundesregierung kritisiert.

    Sahra Wagenknecht (Die Linke), Bundestagsabgeordnete, nimmt an der Sitzung des Bundestags teil.
    Sahra Wagenknecht (Die Linke), Bundestagsabgeordnete, nimmt an der Sitzung des Bundestags teil. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Statt jetzt zehn Milliarden Euro Steuergeld in das neue Projekt zu versenken, sollte man die Bürger in einem Referendum befragen, ob sie nicht ein Rentensystem nach österreichischem Vorbild wollten, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung. In Österreich zahlten alle in die Rentenkasse ein, auch Selbstständige und Politiker. Und ein langjährig versicherter Rentner habe im Schnitt mehr Geld im Monat als in Deutschland, führte Wagenknecht aus. Auch Linken-Chef Schirdewan hatte sich ablehnend zu den Aktienrenten-Plänen von FDP-Chef und Bundesfinanzminister Lindner geäußert. Der CDU-Vorsitzende Merz warnte ebenfalls vor Hedgefonds-Methoden.
    Lindner will für ein sogenanntes Generationenkapital jährlich mehr als zehn Milliarden Euro in Aktien und Anlagen investieren. Mit den Erlösen soll dann ab Mitte der 30er Jahre die Rentenversicherung entlastet werden.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.