Bundeshaushalt 2027
Steigende Ausgaben und höhere Schulden

Das Bundeskabinett hat den von Finanzminister Klingbeil aufgestellten Haushalt für 2027 und die Finanzplanung bis 2030 beschlossen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, M) leitet die Sitzung des Bundeskabinetts mit den geplanten Beschlüssen für den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027.
    Das Kabinett beschließt Bundeshaushalt 2027. (picture alliance/dpa/Michael Kappeler)
    Die geplanten Ausgaben des Bundes steigen im kommenden Jahr auf mehr als 555 Milliarden Euro, das sind fast sechs Prozent mehr als im laufenden Jahr. In der Finanzplanung steigen die Ausgaben stetig an - auf dann über 635 Milliarden Euro im Jahr 2030. 
    Bei der Verschuldung ist kommendes Jahr eine Nettokreditaufnahme von rund 119 Milliarden Euro geplant. Zusammen mit den schuldenfinanzierten Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie für die Bundeswehr summieren sich die neuen Schulden kommendes Jahr auf 203,7 Milliarden Euro. Auch diese Zahl steigt bis 2030 stetig an.
    Der Bundesverband der Deutschen Industrie nannte die geplanten Ausgaben- und Schuldenzuwächse alarmierend. Der Deutsche Gewerkschaftsbund ⁠kritisierte eine soziale Schieflage im Haushalt. Der ⁠Umweltverband BUND sieht in den Plänen einen Angriff auf den Klimaschutz.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.