
Dabei mahnte Steinmeier, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Euthanasie lebendig zu halten und nicht zu relativieren. Niemand habe über den Wert eines anderen Menschenlebens zu entscheiden.
Anerkennung als Nazi-Verfolgte gefordert
Steinmeier betonte, dass die Opfer der Euthanasie-Morde lange keine Anerkennung bekommen hätten. Die Gedenkstätte gibt es seit zehn Jahren. An diesem Ort in der Tiergartenstraße befand sich ab 1940 die Planungs- und Verwaltungszentrale der "Aktion T4". Unter diesem Decknamen wurde der Massenmord an zehntausenden Patientinnen und Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten geplant.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen, Dusel, beklagte, dass die Opfer der "Euthanasie"-Morde noch immer nicht offiziell als Verfolgte des Nazi-Regimes anerkannt seien. Er wünsche sich, dass der Bundestag dies bald nachhole.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
