
Er wünsche sich, dass die künftige Regierung diese lebhafte Debatte aufgreife und weiterführe, sagte Steinmeier der Illustrierten "Stern". Die Pflichtzeit sei praktischer Einsatz für die Demokratie und für eine lebenswerte Zukunft. Er begrüße es, dass hier immer mehr Vorschläge über die praktische Ausgestaltung gemacht würden. Bereits zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte der Bundespräsident die Idee eines verpflichtenden Dienstes an der Gesellschaft angeregt. Dabei gehe es darum, aus dem gewohnten Umfeld herauskommen und sich jenen Menschen zu widmen, die in ganz anderen Bereichen zuhause seien, erklärte Steinmeier damals.
Mehrere Hilfswerke wandten sich gegen einen verpflichtenden Gesellschaftsdienst, so etwa das Deutsche Rote Kreuz. Der Bereichsleiter Jugend der Organisation, Steinke, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, es sei klar, dass man in den nächsten Jahren mehr zivilgesellschaftliches Engagement brauche. Das DRK plädiere hier aber für ein freiwilliges Gesellschaftsjahr, das allen offenstehe, sich an den bewährten Freiwilligendiensten orientiere und mit vergleichsweise geringen Kosten umsetzbar sei. Ähnlich äußerte sich der Deutsche Caritasverband. Er befürwortet einen allgemeinen freiwilligen Gesellschaftsdienst - als Wehrdienst, im Bevölkerungsschutz oder als Freiwilligendienst - mit verbindlicher Beratung am Ende der Schulzeit. Der Vorschlag ziele darauf ab, die Zahl der Freiwilligen in allen drei Sparten des Gesellschaftsdienstes kurzfristig zu verdoppeln, denn es gehe um die äußere, innere und soziale Sicherheit, sagte die Präsidentin der Organisation,
Welskop-Deffaa, der KNA.
Welskop-Deffaa, der KNA.
Diese Nachricht wurde am 31.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.