Torgau
Steinmeier: Schicksal von DDR-Heimkindern nicht vergessen

Bundespräsident Steinmeier hat in der Gedenkstätte "Geschlossener Jugendwerkhof" im sächsischen Torgau mit ehemaligen DDR-Heimkindern gesprochen.

    Eine Informationstafel mit der Aufschrift "Geschlossene Unterbringung" steht am 14.09.2013 neben dem Gebäude des ehemaligen Jugendwerkhofes und der heutigen "Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof" in Torgau (Sachsen).
    Die Gedenkstätte "Geschlossener Jugendwerkhof" in Torgau erinnert an das Schicksal der DDR-Heimkinder. (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)
    Die jungen Menschen seien in dem früheren Umerziehungsheim ihrer Jugend und ihrer Würde beraubt worden, sagte Steinmeier. Bis heute sei über ihr Leid noch viel zu wenig bekannt. Ihr Schicksal dürfe nicht in Vergessenheit geraten, erklärte das Staatsoberhaupt.
    Die Begegnungsstätte erinnert seit 1998 an die haftähnlichen Zustände, unter denen nach Auffassung der DDR-Behörden auffällige Jugendliche zu sogenannten "sozialistischen Persönlichkeiten" umerzogen werden sollten.
    Von 1964 bis 1989 wurden laut Gedenkstätte mehr als 4.000 Jugendliche in Torgau eingewiesen. Es war die einzige geschlossene Heimeinrichtung der DDR.
    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.