Flüchtlingsproblematik
Steinmeier sieht Deutschland und Italien an "Belastungsgrenze" - Bundespräsident fordert strengere Überwachung der Außengrenzen

Anlässlich seiner Reise nach Italien hat Bundespräsident Steinmeier auf eine gerechte Verteilung ankommender Migranten in Europa gedrängt.

20.09.2023
    Zu sehen ist Bundespräsident Steinmeier bei seinem Staatsbesuch in Italien. Im Hintergrund ist ein Soldat der Ehrengarde zu sehen.
    Bundespräsident Steinmeier: Italien und Deutschland an der Belastungsgrenze durch Flüchtlinge (Britta Pedersen / dpa / Britta Pedersen)
    Deutschland wie Italien seien bei der Aufnahme von Flüchtlingen an der Belastungsgrenze, sagte Steinmeier in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Es müsse nun gemeinsam und konzentriert an humanen und langfristig tragfähigen europäischen Lösungen gearbeitet werden, forderte er. Nötig seien zudem eine strengere Kontrolle und Überwachung der europäischen Außengrenzen.
    In den vergangenen Tagen waren auf der süditalienischen Mittelmeerinsel Lampedusa tausende Flüchtlinge aus Afrika an Land gegangen. Das hatte eine neue Debatte über die Flüchtlingspolitik in Europa angefacht.
    Der Bundespräsident hält sich noch bis Freitag in Italien auf.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.