Hambacher Freiheitspreis
Steinmeier verteidigt deutsche Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold und warnt vor politischer Vereinnahmung

Bundespräsident Steinmeier hat sich bei der Verleihung des Hambacher Freiheitspreises gegen Versuche gewandt, die deutschen Nationalfarben politisch zu vereinnahmen.

    Das Bild aus dem Jahr 1832 zeigt eine Panorama-Perspektive auf das Schloss Hambach mit einem langen Menschenzug, der darauf zuhält. Die Leute schwenken Fahnen in den Farben Schwarz-Rot-Gold.
    Federlithografische Darstellung des Hambacher Festes im Jahr 1832 (picture-alliance / akg-images)
    Schwarz-Rot-Gold stehe für Freiheit, Demokratie und Völkerverständigung, sagte er bei dem Festakt im Hambacher Schloss. Es seien die Farben der Demokratie. Man lasse sie sich nicht von denen nehmen, die die Demokratie verachteten. Steinmeier warnte vor autoritären Tendenzen in vielen Teilen der Welt. Einige Regierungen versuchten, demokratische Kontrollinstanzen zu diskreditieren und zu beseitigen. Das betreffe auch Medien, Kultur und Justiz.
    Der Hambacher Freiheitspreis ging dieses Mal an den polnischen Verfassungsrechtler und früheren Justizminister seines Landes, Adam Bodnar. Steinmeier würdigte Bodnar in seiner Laudatio als leidenschaftlichen Kämpfer für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
    Das Hambacher Schloss im rheinland-pfälzischen Neustadt an der Weinstraße gilt als Wiege der Demokratie in Deutschland. 1832 forderten dort Zehntausende Freiheit, nationale Einheit und Bürgerrechte.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.