Auschwitz
Steinmeier würdigt verstorbenen Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg

Bundespräsident Steinmeier hat die Lebensgeschichte des verstorbenen jüdischen Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg als Mahnung für die heutigen und nachfolgenden Generationen gewürdigt.

    Albrecht Weinberg
    Albrecht Weinberg (Hauke-Christian Dittrich / dpa / Hauke-Christian Dittrich)
    Weinbergs unermüdlicher Einsatz in Schulen, wo er jungen Menschen von seinem Schicksal erzählte, sei zutiefst beeindruckend. Es bleibe in der Verantwortung, für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland einzustehen und die Demokratie zu bewahren, führte Steinmeier aus.
    Albrecht Weinberg war gestern im Alter von 101 Jahren gestorben. In der NS-Diktatur überlebte er drei Konzentrationslager, darunter Auschwitz, sowie mehrere Todesmärsche. Seine Eltern wurden von den Nazis ermordet. Weinberg wurde als Zeitzeuge vielfach geehrt. Er setzte sich gegen das Vergessen ein. Das ihm verliehene Bundesverdienstkreuz gab er vergangenes Jahr zurück. Damit protestierte er gegen die Bundestagsabstimmung zur Migrationspolitik, bei der die Union Stimmen der AfD in Kauf genommen hatte. Weinberg war vor 14 Jahren aus New York in seine ostfriesische Heimat zurückgekehrt. Er war Ehrenbürger der Stadt Leer.
    Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.