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Steinmeier würdigt verstorbenen Martin Walser als Schriftsteller von Weltrang

Bundespräsident Steinmeier hat den verstorbenen Autor Martin Walser als einen Schriftsteller von Weltrang gewürdigt. Er bezeichnete ihn in einem Kondolenzschreiben zudem als großartigen Menschen.

    Martin Walser
    Martin Walser im Jahr 2013 bei einer Lesung. (imago stock&people )
    Bundeskanzler Scholz erklärte, Generationen hätten Walsers Bücher gelesen. Seine Freude am Argument habe dem Land viele lebhafte Debatten beschert. Kulturstaatsministerin Roth beschrieb Walser als bedeutenden Intellektuellen. In seinen Werken habe er die bürgerlichen Fassaden des Nachkriegsdeutschland als hohlen Schein entlarvt und sei dem Seelenleben der Deutschen auf den Grund gegangen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann teilte mit, Walser habe Literatur geschaffen, die bleibe. Seine Romane seien ein Spiegel der deutschen Zeitgeschichte.
    Martin Walser galt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller in Deutschland. Wie der Rowohlt Verlag mitteilte, starb er gestern im Alter von 96 Jahren in Überlingen am Bodensee. Walsers erster großer Romanerfolg war "Ehen in Philippsburg" im Jahre 1957. Sein wohl bekanntestes Werk, "Ein fliehendes Pferd", erschien 1978. Er schrieb zudem Novellen und Geschichtensammlungen, sowie eine Vielzahl von Theaterstücken und Hörspielen.

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    Diese Nachricht wurde am 29.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.