Samstag, 04. Dezember 2021

SternstundenDas Requiem von Gabriel Fauré

Obwohl er selbst wohl nicht sehr religiös war, schuf Gabriel Fauré doch mit seinem Requiem von 1887 ein bis heute beliebtes Standartwerk im Repertoire. Er verzichtete auf martialische "Dies Irae" Elemente und legte die Betonung auf ein friedvolles Bild vom Tod im Jenseits.

Am Mikrofon: Christiane Lehnigk | 18.02.2021

Schwarz-weiß Fotografie des Komponisten Gabriel Fauré (1845-1924), er hat weiße Haare und einen weißen Schnurbart, er trägt eine schwarze Anzugjacke mit breitem Revers, ein weißes Hemd und einen dunklen Schlips, er schaut in dei Kamera und hat seinen Kopf auf die rechte Hand gestützt
Gabriel Fauré auf einem Foto um 1905, als er zum Direktor des Konservatoriums École Niedermeyer ernannt wurde. Das löste einen Skandal aus, weil er dort nicht zuvor studiert hatte. (www.imago-images.de)
Das Requiem für Sopran, Bariton, Chor, Orchester und Orgel hatte Gabriel Fauré 1887 fertiggestellt. Die anfangs recht kleine Besetzung erweiterte er später noch für größere Orchester auch mit Bläsern.
Im Gegensatz zu Debussy oder später auch Ravel war das Schwelgen in Klangfarben nicht so sein Stil, und vielleicht stand er deshalb etwas hinter seinen beiden Landsmännern zurück.
Dabei ist das spätromantische Requiem seit seiner Entstehung bis heute ein Standartwerk im Repertoire.
Der belgisch-französische Dirigent André Cluytens leitet in dieser Studioaufnahme von 1962 das altehrwürdige "Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire de Paris", dem er von 1946 bis 1960 vorstand. Mit der katalanischen Sopranistin Victoria de los Ángeles und dem deutschen Bariton Dietrich Fischer-Dieskau konnten zwei Stars ihrer Zeit gewonnen werden, die, noch in ihren 30ern, auf der Höhe ihrer Karriere waren.
Gabriel Fauré
Requiem für Sopran, Bariton, Chor, Orchester und Orgel, op. 48
Victoria de los Ángeles, Sopran
Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Henriette Puig-Roget, Orgel
Choeurs Elisabeth Brasseur
Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire de Paris
Leitung: André Cluytens
Aufnahme von 1962