Samstag, 24.10.2020
 
StartseiteHistorische AufnahmenDiesseits von Ben Hur20.08.2020

Sternstunden - Der Komponist Miklós RózsaDiesseits von Ben Hur

Seine Klangsprache setzt bis heute Maßstäbe für historische Blockbuster. Doch auch neben Filmmusik hat Miklós Rózsa beeindruckende Werke geschrieben. Eine Entdeckungsreise zu seinem 25. Todestag.

Am Mikrofon: Niklas Rudolph

Ein Mann in römischer Uniform steht neben einem Pferderennwagen und hält die Zügel in die Hand. (Bert Reisfeld / dpa)
50 Galeeren, 78 Pferde, 40.000 Tonnen Mittelmeersand ließ Regisseur William Wyler auffahren, um in "Ben Hur" das alte Rom wieder auferstehen zu lassen. Den passenden Sound dazu schuf Miklós Rózsa. (Bert Reisfeld / dpa)
Mehr zum Thema

Filmmusik als Live-Event Musik ab!

Endlich mal erklärt Brauchen Filme Filmmusik?

Zum Tod von Ennio Morricone Musik, die ausdrückt, was Bilder nicht erzählen können

Mit der Filmmusik zum Monumentalklassiker "Ben Hur" feierte Miklós Rózsa 1959 den größten Erfolg seiner Laufbahn. Insgesamt drei Oskars gewann der ungarische Komponist. Und trotz seines kommerziellen Erfolges vernachlässigte Rózsa nie seine Werke für den Konzertsaal. 1956 spielte Jascha Heifetz die Premiere seines Violinkonzerts, einige Jahre später entstand ein Cellokonzert. Bei Hermann Grabner, selbst ein Schüler Max Regers, erlernte Rózsa die Liebe zu Kontrapunkt und Fuge. In Paris lernte er den jungen Arthur Honegger kennen, der ihm zeigte, dass Filmmusik mehr als Mickey-Mousing ist, sondern durchaus ernsthaft sein kann. Diesen Anspruch an seine Musik gab er auch in Hollywood nicht auf, das nach dem Zweiten Weltkrieg seine Heimat wurde. Am 27.Juli vor 25 Jahren ist Miklós Rózsa in Los Angeles gestorben.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk