Todestag von Martin MayerDer große Amateurastronom aus Violau

Unter Sternfreunden haben der Name Martin Mayer und der Ort Violau einen geradezu magischen Klang. Der charismatische Amateurastronom verstand es wie kaum ein anderer, Menschen die Faszination des Himmels nahezubringen.

27.11.2021

Martin Mayer zwischen den Teleskopen seiner Sternwarte.
Martin Mayer, ein großer Amateurastronom (Daniel Fischer/Skyweek)
Jahrzehntelang leitete Martin Mayer das Bruder-Klaus-Landschulheim in Violau westlich von Augsburg. Er hat es mit viel Aufwand um eine Sternwarte erweitert – und dort zahllosen Menschen aus allen Alters- und Bevölkerungsgruppen die Wunder des Weltalls gezeigt. Legendär sind die jährlichen Planetentagungen, zu denen sich die Amateurbeobachter in Violau einfanden – stets inspiriert vom ebenso begeisterten wie begeisternden Martin Mayer.
Nachdem er aus Altersgründen die Heimleitung abgegeben hatte, baute er gemeinsam mit seiner Frau Ottilie im nahen Streitheim eine zweite exzellent ausgestattete Sternwarte. Sie wurde am 11. August 1999 eingeweiht, dem Tag der totalen Sonnenfinsternis in Süddeutschland. 2015 kam noch ein kleines Planetarium hinzu.
Der Asteroid Violaumayer steht morgen früh in der Nähe des Sterns Spica in der Jungfrau
Der Asteroid Violaumayer steht morgen früh in der Nähe des Sterns Spica in der Jungfrau (Stellarium)
Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Popularisierung der Himmelskunde wurde Martin Mayer – mit A Y – sogar von der Internationalen Astronomischen Union geehrt. Der Asteroid (3559) heißt ihm zu Ehren Violaumayer. Dieser etwas kurios anmutende Name war nötig, um Verwechslungen mit den beiden Asteroiden Viola und Meyer – mit E Y – zu vermeiden.
Heute vor fünf Jahren ist Martin Mayer, einer der großen Amateurastronomen unserer Zeit, gestorben – der Violau-Mayer wurde 84 Jahre alt.

Nachruf auf Martin Mayer
Verleihung der VdS-Medaille an Martin Mayer
Der Asteroid Violaumayer
Die Volkssternwarte Streitheim