
Die Abstimmung wird überall dort durchgeführt, wo Kandidaten in der ersten Runde im März nicht die erforderliche Mindestzahl an Stimmen erreicht hatten. Damals hatten sich zumeist konservative Hardliner durchgesetzt. Das lag auch daran, dass fast alle reformorientierten Kandidaten im Vorfeld ausgeschlossen wurden. Die Wahlbeteiligung lag in der ersten Runde nach offiziellen Angaben bei knapp 41 Prozent und damit so niedrig wie noch nie. Korrespondenten werteten das als Schlappe für die Regierung und Ausdruck von Unzufriedenheit vieler Menschen.
Dem iranischen Parlament, das auch Madschlis genannt wird, kommt bei der Führung des Landes nur eine untergeordnete Rolle zu. Das letzte Wort bei allen wichtigen Entscheidungen hat der geistlichen Führer des Landes, Ayatollah Khamenei.
Diese Nachricht wurde am 10.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
