Gedenkstunde im Bendlerblock
Stiftung: Empörung über AfD-Kranzniederlegung beim Gedenken an Hitler-Attentat verständlich

Die Stiftung 20. Juli 1944 hat Verständnis für den Protest gegen die Kranzniederlegung der AfD bei der Gedenkfeier zum Jahrestag des gescheiterten Hitler-Attentats geäußert.

    Tobias Korenke (2.v.r), Großneffe von Dietrich und Klaus Bonhoeffer und Enkel von Rüdiger Schleicher, zerstört während einer Gedenkveranstaltung im Ehrenhof des Bendlerblocks den Kranz der AfD.
    Ein Angehöriger von Dietrich Bonhoeffer versucht bei der Gedenkfeier, den Kranz der AfD zu entwenden. (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    In einer Stellungnahme der Stiftung heißt es, es verletze viele Angehörige der Frauen und Männer des Widerstands zutiefst, dass das Gedenken immer wieder vereinnahmt werde. Vieles von dem, wofür die AfD stehe, stehe im Widerspruch zu den Überzeugungen der Widerständler von damals.
    Bei der gestrigen Feierstunde im Berliner Bendlerblock hatte ein Angehöriger des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer versucht, den Kranz der AfD zu entfernen. Der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Wagner, sagte der "Rheinischen Post", aus seiner Sicht habe der Mann einen Preis für Zivilcourage verdient.
    Am 20. Juli 1944 hatte eine Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht, Adolf Hitler zu töten. Sie wurden im Bendlerblock erschossen.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.