Menschenrechtsanwältin
Stiftung: Iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi vom Gefängnis ins Krankenhaus verlegt

In Iran ist die Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi aus dem Gefängnis von Sandschan in ein Krankenhaus verlegt worden.

    Portrait der Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi. Sie schaut direkt in die Kamera.
    Die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi (AFP / -)
    Der Gesundheitszustand der 54-Jährigen habe sich "katastrophal verschlechtert", teilte ihre Stiftung mit. Die Verlegung erfolge nach 140 Tagen medizinischer Vernachlässigung seit ihrer Festnahme im Dezember, hieß es weiter. Ihrem Anwaltsteam zufolge soll Mohammadi Ende März einen Herzinfarkt erlitten haben.
    Die iranische Menschenrechtsanwältin war 2023 mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden, während sie im Gefängnis saß. 2024 gewährten ihr die Behörden aus gesundheitlichen Gründen Hafturlaub. Im Dezember vergangenen Jahres wurde sie bei einem Besuch in der ostiranischen Stadt Mesched festgenommen und zu weiteren sieben Jahren Haft verurteilt.
    Diese Nachricht wurde am 01.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.