Oberlandesgericht Frankfurt
Stiftung Warentest muss für wirtschaftliche Folgen eines fehlerhaften Testurteils haften

Die Stiftung Warentest muss für wirtschaftliche Folgen eines fehlerhaften Testurteils haften. Das Oberlandesgericht Frankfurt sprach dem Rauchmelder-Hersteller Pyrexx einen Schadenersatz zu. Die genaue Höhe muss noch festgelegt werden.

    Ein Leuchtschild mit dem Logo der Stiftung Warentest
    Die Stiftung Warentest hat ihren Sitz in Berlin. (dpa / picture alliance / Monika Skolimowska)
    Es handelte sich um ein Berufungsverfahren, da Stiftung Warentest in erster Instanz Schadenersatz abgelehnt hatte. Pyrexx verlangt 7,7 Millionen Euro. Ein Sprecher der Stiftung Warentest erklärte, man akzeptiere die Haftung. Die geforderte Summe wies er jedoch als realitätsfern zurück.
    Im Jahr 2020 hatte Stiftung Warentest einem Produkt von Pyrexx in einem Testurteil die Note Mangelhaft gegeben. Laut dem Unternehmen brach anschließend das Geschäft ein, jede dritte Stelle musste gestrichen werden. Das Testurteil stellte sich später als fehlerhaft heraus, Stiftung Warentest zog das Ergebnis zurück.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.