
Die Waffenruhe für den Libanon trat in der vergangenen Nacht in Kraft und soll zehn Tage gelten. Der Iran hatte seit Beginn der US-israelischen Angriffe am 28. Februar die strategisch wichtige Meerenge faktisch blockiert. Durch die Straße von Hormus wird etwa ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert. Dies hat die Energiepreise in den vergangenen Woche drastisch verteuert. Nach der Ankündigung fiel der Ölpreis an den Rohstoffbörsen um knapp zehn Prozent.
Trump erklärte, dass die Blockade der iranischen Häfen durch das US-Militär trotz der Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran aber zunächst bestehen bleibe. Trump erklärte auch, der Iran habe der Forderung zugestimmt, die Straße von Hormus dauerhaft offen zu halten. Gleichzeitig berichten Medien von Fortschritten in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über ein Abkommen.
Konferenz zur Absicherung der Route in Paris
Bundeskanzler Merz bezeichnete die Öffnung der Straße von Hormus als gute Nachricht. Die Öffnung müsse aber zuverlässig und dauerhaft sein - in Übereinstimmung mit dem internationalen Seerecht, ohne Einschränkungen wie beispielsweise Zahlungen für eine Durchfahrt. Der Bundeskanzler bekräftigte, dass Deutschland bereit sei, sich bei der Minenräumung und bei der Seeaufklärung zur Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Zur Bedingung machte er ein Ende der Kampfhandlungen und eine sichere Rechtsgrundlage.
Merz beriet heute in Paris mit Vertretern von rund 50 Staaten und Organisationen über eine Sicherung der Meerenge. Gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich und Italien soll eine Mission dazu aufgestellt werden.
Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
