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USA
Streik der Hafenarbeiter legt Seetransport teilweise lahm

Der seit gestern laufende Streik der US-Hafenarbeiter an der Ost- und Golfküste hat den Seetransport des Landes teilweise zum Erliegen gebracht.

    Hafenarbeiter streiken gemeinsam vor dem Virginia International Gateway in Portsmouth, Virginia.
    Streiks der Hafenarbeiter an der US-Ostküste. (Billy Schuerman/The Virginian-Pilot via AP/dpa)
    Nach Schätzungen von Analysten könnte der Ausstand die amerikanische Wirtschaft täglich etwa fünf Milliarden Dollar kosten. Das Weiße Haus drängt daher auf eine rasche Einigung. Eine Sprecherin sagte in Washington, es sei Zeit für einen fairen Tarifvertrag für die Arbeitnehmer. Seit der Corona-Pandemie hätten die Reedereien Rekordgewinne erzielt.
    Die Arbeitgeber erklärten in einer Stellungnahme, das Angebot einer Lohnerhöhung von fast 50 Prozent in den nächsten sechs Jahren übertreffe alle anderen Tarifverträge der letzten Zeit. Die Gewerkschaft nannte das Angebot unzureichend. Laut einem Medienbericht fordern die Arbeitnehmervertreter ein Plus von 77 Prozent bei einer Laufzeit von vier Jahren. Zudem müssten die Beschäftigten besser vor einem Jobverlust durch die zunehmende Automatisierung geschützt werden.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.