
In Kiriat Schmona im Norden Israels traten Einwohner in einen Streik. Wie der staatliche Sender Kan berichtete, blieben die Stadtverwaltung und Bildungseinrichtungen geschlossen. Auch in Jerusalem waren Proteste geplant. Die Initiatoren halten die aktuelle Waffenruhe für gefährlich, weil die libanesische Hisbollah nicht vollständig entwaffnet wurde. Die Raketen der Miliz seien für die israelische Bevölkerung weiterhin eine Bedrohung.
Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 ist Kiriat Schmona mehrfach von der Hisbollah beschossen worden. Etwa 24.000 Einwohner haben die Stadt deswegen verlassen. Viele Israelis werfen Ministerpräsident Netanjahu vor, er habe sich die Waffenruhe mit dem Libanon von US-Präsident Trump aufzwingen lassen.
Diese Nachricht wurde am 19.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
