Buchmesse
Streit um Buchhandlungspreis: Börsenverein schlägt unabhängiges Gutachten vor

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels schlägt zur Klärung von Details rund um den Ausschluss von drei linken Läden vom Buchhandlungspreis ein unabhängiges Gutachten vor. Der Vorsteher des Börsenvereins, Sebastian Guggolz, wiederholte die Forderung, dass der Ausschluss der drei Buchläden rückgängig gemacht wird.

    Fassade des Buchladens „Zur schwankenden Weltkugel“ in Berlin, davor eine mit antifaschistischen Stickern beklebte Blechskulptur neben Blumenkästen und Postkartenständern.
    Neben zwei anderen Läden sollte die Berliner Buchhandlung „Zur schwankenden Weltkugel“ eigentlich mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet werden. (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Guggolz äußerte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den Verdacht, dass Kulturstaatsminister Weimer entgegen seiner Aussage bereits über die konkreten Erkenntnisse des Verfassungsschutzes informiert wurde - und dass diese "wahrscheinlich einfach so schwach sind, dass seine ganze Argumentation bröckeln würde". Wenn in der Mitteilung "wirkliche gravierende Sachen drin wären, hätte er das schon längst veröffentlicht", meinte Guggolz.
    Auf der Leipziger Buchmesse wurde der Kulturstaatsminister wegen seines Vorgehens ausgebuht. Die Linken-Fraktion beantragte eine Aktuelle Stunde im Bundestag zu den Vorgängen. Sie trägt den Titel: "Kunst-, Kultur- und Meinungsfreiheit verteidigen – Einschränkungen durch den Beauftragten für Kultur und Medien beenden".
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.