Iran-Krieg
Streit um Rückholung deutscher Touristen: Wadephul sieht Reisende selbst in der Verantwortung - Grüne widersprechen

Bundesaußenminister Wadephul sieht deutsche Touristen, die wegen des Iran-Kriegs in der Golfregion festsitzen, vor allem selbst in der Pflicht, ihre Ausreisen zu ermöglichen.

    Passagiere warten außerhalb des gesperrten Flughafens in Dubai.
    Passagiere sitzen am Flughafen in Dubai fest. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Altaf Qadri)
    Der CDU-Politiker verwies auf die seit Wochen bestehenden Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Es sei nicht ganz unbekannt gewesen, dass es dort gefährlich werden könne, sagte er im ARD-Fernsehen. Reisende trügen auch eine eigene Verantwortung für ihre Sicherheit. Man informiere die Betroffenen täglich über die Lage und mögliche Optionen, betonte Wadephul und verwies auf Ausreisen auf dem Landweg. Der Grünen-Politiker Nouripour betonte indes, die Bundesregierung habe die Pflicht, Deutschen in einer solchen Lage zu helfen. Es reiche nicht aus, auf frühere Reisewarnungen zu verweisen. Wenn – wie vom Außenminister angesprochen – eine Ausreise über den Landweg zu Flughäfen in den Nachbarstaaten möglich sei, müsse der Staat diese Wege aktiv organisieren und unterstützen.
    Der Deutsche Reiseverband spricht von etwa 30.000 Betroffenen - unter anderem in Dubai und Abu Dhabi. Flugzeuge können wegen Luftraumsperrungen oder beschädigter Infrastruktur nicht starten, Kreuzfahrtschiffe wegen der Gefahren nicht ablegen.
    Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.