Druschba-Pipeline
Streit zwischen Ukraine und Ungarn um Öllieferungen: Millionenschwerer Geldtransport beschlagnahmt

Der ​Streit zwischen der Ukraine und Ungarn über die Lieferung russischen Öls hat sich weiter verschärft.

    Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sitzt vor Mikrofonen.
    Der ukrainische Außenminister Sybiha (Bryan R. Smith / Pool AFP / AP / dpa / Bryan R. Smith)
    Die ungarischen Behörden beschlagnahmten einen aus Österreich kommenden ukrainischen Geldtransport bei der Durchreise und nahmen dessen sieben Begleitpersonen fest. Nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten befinden sich in zwei Transportfahrzeugen 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro und neun Kilogramm Gold. Die ungarische Steuerbehörde erklärte, gegen die sieben Ukrainer sei ein Strafverfahren wegen Geldwäsche-Verdachts eingeleitet worden. Sie würden später abgeschoben. Der ukrainische Außenminister Sybiha warf ‌der Regierung in ⁠Budapest Staatsterrorismus, Geiselnahme und Diebstahl vor.
    Grund für den Streit sind ausbleibende Öllieferungen an Ungarn durch die Druschba-Pipeline, die über die Ukraine führt. Die Regierung ​in Kiew begründet den Stopp mit Schäden durch einen russischen Angriff, deren Reparatur andauere. Ungarn und auch die Slowakei werfen der Ukraine dagegen vor, den Ölhahn aus politischen Gründen zugedreht zu haben. In Ungarn finden Mitte April Parlamentswahlen statt.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.