
Der ukrainische Außenminister Sybiha warf der Regierung in Budapest vor, einen ukrainischen Geldtransport bei der Durchreise beschlagnahmt zu haben und dessen Sicherheitspersonal festzuhalten. Nach Sybihas Angaben sollte der Transport 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro und neun Kilogramm Gold aus Österreich in die Ukraine transportieren. Der Außenminister sprach von Staatsterrorismus, Geiselnahme und Diebstahl. Ungarns Ministerpräsident Orban erklärte später, sein Land stoppe wichtige Transporte für die Ukraine. Die ukrainischen Sicherheitsleute werden laut Regierungsangaben aus Budapest des Landes verwiesen.
Grund für den Streit sind ausbleibende Öllieferungen an Ungarn durch die Druschba-Pipeline, die über die Ukraine führt. Die Regierung in Kiew begründet den Stopp mit Schäden durch einen russischen Angriff, deren Reparatur andauere. Ungarn und auch die Slowakei werfen der Ukraine dagegen vor, den Ölhahn aus politischen Gründen zugedreht zu haben. In Ungarn finden Mitte April Parlamentswahlen statt.
Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
