Baden-Württemberg
Stromausfall in Reutlingen: LKA sieht Anzeichen für Brandstiftung - laut Medien Hinweise auf Linksextremismus

Nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen haben der Staatsschutz und das Antiterrorzentrum die Ermittlungen übernommen.

    Auf einem Parkplatz steht ein Feuerwehrauto mit Blaulicht.
    Seit der Nacht sind in Reutlingen zahlreiche Haushalte ohne Strom - nach Angaben aus Sicherheitskreisen weisen die Beschädigungen Ähnlichkeiten mit linksextremen Anschlägen in Berlin auf. (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Eibner-Pressefoto / Dimitri Drofit)
    Es stehe der Verdacht einer vorsätzlichen Tat und der Störung öffentlicher Betriebe im Raum, teilte der baden-württembergische Innenminister Hagel mit. Man müsse klären, ob ein Brandanschlag oder ein terroristischer Akt vorliege. Es werde ergebnisoffen in alle Richtungen ermittelt. Für endgültige Bewertungen sei es noch zu früh. Medienberichten zufolge gibt es Hinweise auf linksextremistische Täter. Die Tat weise Parallelen zum Anschlag in Berlin von Anfang des Jahres auf, hieß es.
    Wie die Stadt Reutlingen mitteilte, konnte die Stromversorgung in Teilen der Innenstadt sowie in einem Krankenhaus rasch wiederhergestellt werden. Rund 7.600 Haushalte waren zunächst ohne Strom gewesen. Betroffen sind auch Teile der benachbarten Gemeinden Wannweil und Kirchentellinsfurt.
    Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.