Es sind ganz schön viele Probleme und Sorgen, die die 58 deutschen Studentenwerke umtreiben. Und genau betrachtet haben sie alle mit Geld zu tun. Mit Geld, das ihnen selbst fehlt und den Studierenden, die sie versorgen. Deshalb betrifft eine zentrale Forderung auch das BAföG. Dazu Professor Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerkes:
" Wir haben ja jetzt die BAföG-Anpassung gehabt, das war gut, das auch war längst überfällig. Was wir in Zukunft brauchen ist eigentlich eine permanente BAföG-Erhöhung, also eine kontinuierliche. Wir können es angesichts der sozialen Situation der Studierenden, vor allem auch vor dem Hintergrund der Einführung der Studiengebühren, uns auf Dauer nicht mehr leisten, dass wir BAföG-Erhöhungen machen im Sieben-Jahres-Turnus."
Auf eine genaue Zahl, wie viel die Steigerung betragen sollte, will sich Dobischat aber nicht festlegen. Auch die Studiengebühren sollten abgeschafft werden, findet man bei den Studentenwerken, ergänzt Christian Berg, Student in Potsdam und Vizepräsident des Deutschen Studentenwerkes:
"Wir haben in sechs Bundesländern derzeit noch Studiengebühren, wir haben mittlerweile empirische Belege dafür, dass Studiengebühren vom Studium abschrecken. Und ich glaube, das ist so eine der zentralen Herausforderungen, noch einmal: Studiengebühren abzuschaffen."
Das sind Forderungen, auf die sich die Studentenwerke ohne Schwierigkeiten einigen können. Obwohl ihre Probleme vor Ort im Detail durchaus unterschiedlich sein können, so sagt beispielsweise Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück:
"Natürlich kämpfen wir im Moment mit den steigenden Kosten, vor allem im Lebensmittelbereich und im Energiesektor. Und natürlich können wir die Einnahmen nicht entsprechend mitsteigern, weil die Belastungsfähigkeit bei den Studierenden natürlich begrenzt ist."
Das Land Niedersachsen habe zwar gerade erst seine Zuschüsse um 3,5 Prozent erhöht, lobt Bornemann, doch allein bei den Energiekosten rechnet sie im nächsten Jahr mit Kostensteigerungen von 30 Prozent!
Steigende Preise beschäftigen auch Peter Schink, den Geschäftsführer des Kölner Studentenwerkes. Doch bei ihm brennt es ganz woanders am meisten:
"Das Kölner Studentenwerk hat seit jeher ein Wohnhausproblem, das heißt wir haben viele Studierende - insgesamt sind es jetzt am Hochschulstandort Köln 63.000. Und wir haben nur rund 4600 Wohnhausplätze. Das ist ein nicht hinzunehmender Zustand!"
Nimmt man alle Desiderate der Studentenwerke zusammen, ergeben sich Millionensummen: Mehr Studierende wollen sie, sozial "geöffnete" Hochschulen für Einkommensschwache, mehr Investitionen in Wohnräume, Mensen, Cafeterien, ganztägige Kinderbetreuung, Beratung und mehr BAföG. Im Gegenzug aber keine Einnahmen über Studiengebühren. Wo soll das ganze Geld dann herkommen? Rolf Dobischat:
"Geld ist ja da! Anscheinend. Wenn man sich mal die Finanzkrise anguckt, wie schnell da Hunderte von Milliarden zur Verfügung gestellt wurden, andere Branchen stehen jetzt auch schon vor der Tür: Automobilbranche, Chemie, Mikroelektronik - Geld ist ja da! Jetzt durch die Überlagerung - Finanzkrise, Wirtschaftskrise - wird Bildung auch wieder hinten runterfallen, das befürchte ich. Die Politik muss Prioritäten setzen!"
Sollten die Politiker diesen Weckruf nicht hören, wird es auf höhere Kosten für die Studierenden hinauslaufen, sei es der Semesterbeitrag ans Studentenwerk, sei es teureres Mensaessen, seien es höhere Mieten in Wohnheimen. Noch einmal Birgit Bornemann:
"Wir versuchen natürlich intern immer wieder Effizienzen zu bündeln, Abläufe zu verändern, um noch selber Effizienzen zu erkennen und Kosten einsparen zu können, aber da ist natürlich auch eine Belastungsgrenze bei unsern Mitarbeitern erreicht und ich denke, es wird auf lange Sicht wahrscheinlich dazu kommen, dass man Beiträge erhöht oder vielleicht auch die Preise moderat anhebt, aber wir tun uns natürlich besonders schwer damit, weil wir wissen, dass die Studierenden in der Regel nur über ein knappes Budget verfügen."
" Wir haben ja jetzt die BAföG-Anpassung gehabt, das war gut, das auch war längst überfällig. Was wir in Zukunft brauchen ist eigentlich eine permanente BAföG-Erhöhung, also eine kontinuierliche. Wir können es angesichts der sozialen Situation der Studierenden, vor allem auch vor dem Hintergrund der Einführung der Studiengebühren, uns auf Dauer nicht mehr leisten, dass wir BAföG-Erhöhungen machen im Sieben-Jahres-Turnus."
Auf eine genaue Zahl, wie viel die Steigerung betragen sollte, will sich Dobischat aber nicht festlegen. Auch die Studiengebühren sollten abgeschafft werden, findet man bei den Studentenwerken, ergänzt Christian Berg, Student in Potsdam und Vizepräsident des Deutschen Studentenwerkes:
"Wir haben in sechs Bundesländern derzeit noch Studiengebühren, wir haben mittlerweile empirische Belege dafür, dass Studiengebühren vom Studium abschrecken. Und ich glaube, das ist so eine der zentralen Herausforderungen, noch einmal: Studiengebühren abzuschaffen."
Das sind Forderungen, auf die sich die Studentenwerke ohne Schwierigkeiten einigen können. Obwohl ihre Probleme vor Ort im Detail durchaus unterschiedlich sein können, so sagt beispielsweise Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück:
"Natürlich kämpfen wir im Moment mit den steigenden Kosten, vor allem im Lebensmittelbereich und im Energiesektor. Und natürlich können wir die Einnahmen nicht entsprechend mitsteigern, weil die Belastungsfähigkeit bei den Studierenden natürlich begrenzt ist."
Das Land Niedersachsen habe zwar gerade erst seine Zuschüsse um 3,5 Prozent erhöht, lobt Bornemann, doch allein bei den Energiekosten rechnet sie im nächsten Jahr mit Kostensteigerungen von 30 Prozent!
Steigende Preise beschäftigen auch Peter Schink, den Geschäftsführer des Kölner Studentenwerkes. Doch bei ihm brennt es ganz woanders am meisten:
"Das Kölner Studentenwerk hat seit jeher ein Wohnhausproblem, das heißt wir haben viele Studierende - insgesamt sind es jetzt am Hochschulstandort Köln 63.000. Und wir haben nur rund 4600 Wohnhausplätze. Das ist ein nicht hinzunehmender Zustand!"
Nimmt man alle Desiderate der Studentenwerke zusammen, ergeben sich Millionensummen: Mehr Studierende wollen sie, sozial "geöffnete" Hochschulen für Einkommensschwache, mehr Investitionen in Wohnräume, Mensen, Cafeterien, ganztägige Kinderbetreuung, Beratung und mehr BAföG. Im Gegenzug aber keine Einnahmen über Studiengebühren. Wo soll das ganze Geld dann herkommen? Rolf Dobischat:
"Geld ist ja da! Anscheinend. Wenn man sich mal die Finanzkrise anguckt, wie schnell da Hunderte von Milliarden zur Verfügung gestellt wurden, andere Branchen stehen jetzt auch schon vor der Tür: Automobilbranche, Chemie, Mikroelektronik - Geld ist ja da! Jetzt durch die Überlagerung - Finanzkrise, Wirtschaftskrise - wird Bildung auch wieder hinten runterfallen, das befürchte ich. Die Politik muss Prioritäten setzen!"
Sollten die Politiker diesen Weckruf nicht hören, wird es auf höhere Kosten für die Studierenden hinauslaufen, sei es der Semesterbeitrag ans Studentenwerk, sei es teureres Mensaessen, seien es höhere Mieten in Wohnheimen. Noch einmal Birgit Bornemann:
"Wir versuchen natürlich intern immer wieder Effizienzen zu bündeln, Abläufe zu verändern, um noch selber Effizienzen zu erkennen und Kosten einsparen zu können, aber da ist natürlich auch eine Belastungsgrenze bei unsern Mitarbeitern erreicht und ich denke, es wird auf lange Sicht wahrscheinlich dazu kommen, dass man Beiträge erhöht oder vielleicht auch die Preise moderat anhebt, aber wir tun uns natürlich besonders schwer damit, weil wir wissen, dass die Studierenden in der Regel nur über ein knappes Budget verfügen."