
In den Meeren gibt es demnach mehr als 2,2 Millionen Arten, von denen etwa 90 Prozent noch nicht wissenschaftlich beschrieben sind. Die Wissenschaftlerin Hanieh Saeedi sagte anlässlich der Veröffentlichung der Studie, man habe erstmals weltweit rund 48 Millionen Datensätze zu mehr als 184.000 Arten analysiert und damit von etwa 90 Prozent der in den Meeren beschriebenen Lebewesen. Mehr als die Hälfte der Weltmeere sei unzureichend untersucht, oder die erhobenen Daten seien nicht öffentlich zugänglich. Insbesondere aus der Tiefsee unterhalb von 200 Metern Tiefe gebe es praktisch keine verwertbaren Daten über die Artenvielfalt, so Saeedi. Auch die Erfassung von Arten in den artenreichen tropischen und polaren Regionen sei stark mangelhaft.
Die Ozeane bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche und spielen eine zentrale Rolle für das Klimasystem und die Sauerstoffproduktion.
Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
