Wirtschaft
Studie: Angestrebte Investitionen in verteidigungsrelevante Infrastruktur könnten hunderttausende neue Jobs bringen

In Deutschland könnten durch die angestrebten Investitionen in die verteidigungsrelevante Infrastruktur einer Studie zufolge Hunderttausende neue Arbeitsplätze entstehen.

    Ein Computerbildschirm mit Codes und Händen auf der Tastatur.
    Durch verteidigungsrelvante Investitionen könnten in vielen Bereichen, so auch in der Cybersicherheit, neue Arbeitsplätze entstehen (Archivbild): (IMAGO / Jochen Tack)
    Berechnungen der Beratungsgesellschaft EY-Parthenon und der Deka-Bank zufolge geht es um mehr als 700.000 mögliche Jobs etwa in der Bau- und Elektroindustrie sowie in der Informations- und Kommunikationsbranche und bei Logistikunternehmen. Investitionen in die verteidigungsrelevante Infrastruktur würden die Konjunktur noch stärker ankurbeln können als Rüstungsinvestitionen im engeren Sinne, hieß es.
    Im vergangenen Jahr hatten sich die NATO-Länder darauf geeinigt, zusätzlich zu den klassischen Verteidigungsbudgets auch 1,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für sicherheitsrelevante Infrastruktur auszugeben. Dabei geht es etwa um Cybersicherheit, eine sichere Stromversorgung oder Straßen und Brücken, über die auch schwere Militärfahrzeuge fahren können. Laut der Studie müsste der Bund jährlich 62 Milliarden Euro investieren, um das 1,5 Prozentziel zu erreichen. Demnach könnte jeder investierte Euro zu einem gesamtwirtschaftlichen Impuls von rund 2,50 Euro führen.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.