Rauschmittel-Konsum
Studie: Cannabis hemmt die Entwicklung des Gehirns bei Jugendlichen

Viele Neurologen und Psychologen warnen seit Langem vor den Gefahren des Cannabis-Konsums bei Jugendlichen. Jetzt hat eine Langzeitstudie in den USA die Befürchtungen bestätigt.

    Person kifft einen Joint aus Cannabis bzw. THC in der Öffentlichkeit.
    Der Konsum von Cannabis schädigt einer Studie zufolge die Entwicklung des Gehirns bei Jugendlichen. (picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer)
    Für die Untersuchung begleitete das internationale Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den USA und Australien insgesamt mehr als 11.000 Kinder im Alter von neun oder zehn Jahren über einen Zeitraum von sieben Jahren. Wie die Forschenden im Magazin ”Science” berichten, verschlechterte sich die Entwicklung kognitiver Funktionen bei denjenigen, die während der Zeit mit dem Konsum von Cannabis begannen. Dazu gehörten Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeit, Sprachfährigkeit und die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten. Bei Jugendlichen, die kein Cannabis nahmen, entwickelte sich das Gehirn dagegen besser.
    Als Ursache vermuten die Autoren der Studie vor allem den Wirkstoff THC. Sie wollen ihre Probanden noch weiter begleiten, um zu sehen, wie sich der Cannabis-Konsum auswirkt. Viele Fachleute fordern bereits ein Mindestalter für den Konsum von Cannabis.
    Diese Nachricht wurde am 21.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.